Wieder da

Naja. So halb. Irgendwie. Zumindest habe ich meine erste wichtige Lektion des Bloggens gelernt: Beiträge schreiben sich nicht von selbst. Mein Kopf hat zwar während des letzten Monats vor Ideen nur so gesprudelt und ich hatte so einige Themen für meine nächsten Beiträge. Aber dabei fehlte dann doch etwas ganz Entscheidenes: diese Beiträge auch zu Papier zu bringen. Was ich vor meiner (zugegebenermaßen bisher noch recht spärlichen) Bloggerzeit immer wieder unterschätzt habe: wie viel Zeit und Arbeit doch in so einen Blogbeitrag fließt. Sicher, ein Blogbeitrag ist jetzt nicht sonderlich lang, eher nur 3 mal so lang wie eine WhatsApp Nachricht, die man verschickt, wenn man auf jemanden sauer ist – aber er lässt sich nicht mal eben so aus der Luft greifen. So ein Beitrag wird (zumindest bei mir) mindestens 3 mal umgeschrieben, dann noch mehrnals korrigiert und am meisten Arbeit machen natürlich die Fotos. Nicht, dass ich mich beschweren würde! Ich fühle mich furchtbar geehrt, diesen Blog führen zu dürfen, bin immer noch nahezu ehrfürchtig, dass ich mich getraut habe. Bin dankbar, für jeden einzelnen Leser (seriously, kneift mich doch mal).

Jedenfalls: alles nicht so leicht, wie man es sich vorstellt. Vor allem, wenn irgendwie noch der Januar dazwischen kommt. Januar, voll mit seinen tausenden Aktivitäten. Kaum Zeit für irgendwas anderes, was für einen gleichzeitig noch irgendwie neu und ungewohnt ist. Lection hopefully learned, ich will es nun besser machen.

Ich habe lang hin und her überlegt, mit welchem Thema ich denn wieder einsteigen will. Vielleicht erstmal ganz sachte damit, was in letzter Zeit so passiert ist und vor allem, was es mich gelehrt hat (sooo viele Lektionen, selbst über das Bloggen hinaus!). Alles fing eigentlich damit an, dass ich bei ebay Kleinanzeigen tüchtig auf die Schnauze gefallen bin. Die lange und komplizierte Geschichte erspare ich euch jetzt (die meisten werden es aus meinen Stories kennen). Das war nicht nur des Geldes wegen für mich erschütternd, sondern auch, weil ich, obwohl ich es mir doch eigentlich nicht vorgenommen hatte, so viel neue Hoffnungen in das neue Jahr gesetzt hatte. Und dann BÄM! Erstmal das. Unter dem Motto ging es dann im Januar weiter: irgendwie lief alles schief. Ich bekam meine wichtige Reiseorganisation vor Thailand nicht hin und alles war dann auf den letzten Drücker gleich so viel teurer. Dackelchen wurde mehrmals krank, jemand aus meiner Familie auch. Alles so Sachen, die man absolut nicht brauchen kann, wenn gerade das neue Jahr beginnt, man sich ach so viel vornimmt. Gleichzeitig war auch noch Referats- und Klausurphase. Weil irgendwie alles zusammen kam hatte ich das Gefühl den ganzen Januar unter Strom zu stehen. Ihr kennt das. Im bisherigen Februar lief es dann ähnlich weiter: ich vergaß die wichtigsten Reiseimpfungen, was letztendlich dazu geführt hat, dass ich bisher noch kein Karneval gefeiert habe sondern völlig krank durch den riesigen Impfcocktail auf der Couch hocke.

Falls sich das jetzt fürchterlich jammerig anhört: soll es gar nicht. Denn all diese negativen Dinge waren auf der anderen Seite auch wieder wichtig für mich. Wie der Urkölner jetzt sagen würde “Et kütt wie et kütt” (Übersetzung ins Hochdeutsche: “Es kommt wie es kommt.”) Ist ja auch true. Egal was man sich jetzt vorgenommen hat, manchmal kommen einfach Sachen dazwischen, ob durch dummen Zufall, das Schicksal oder irgendeine Naturgottheit. Kann man daran was ändern? Jein. An den Dingen an sich lässt sich nichts ändern, aber sehr wohl an meiner Einstellung zu dem allen. Und das ist die Lektion, die ich dieses Jahr schon gelernt habe: wie sehr ich eigentlich in den letzten Jahren gewachsen bin.

Ich möchte nicht sagen, dass ich mich heute nicht über diese Sachen geärgert habe. Klar, wenn man bei ebay betrogen wird und man sich schon länger auf Karneval freut, kann man das scheiße finden. Und auch wenn der Hund / wichtige Personen krank sind, ist das verdammt schlimm. Aber irgendwann muss es dann auch wieder gut sein. Und das ist etwas, was die alte Katrin dringend lernen musste: sich nicht ewig an Ärgernissen aufzuhängen. Die Zukunft nicht länger von den Ärgernissen und dem Pech der Vergangenheit bestimmen zu lassen. Okay, die ersten 5 Wochen von 2018 waren nun echt nicht das Gelbe vom Ei. So what? Was bedeutet das jetzt für den Rest des Jahres? Rein gar nichts. Der Rest des Jahres kann super werden. Oder so richtig scheiße. Oder auch einfach nur so lala. Ohne Glaskugel steht wirklich alles offen. Der einzige Unterschied wäre hierbei nun, wenn ich mich dermaßen vom Jahresbeginn prägen ließe und 2018 in einem “bad beginning, worst end” Style verbringe. Glaubt mir, vor fünf Jahren hätte ich das tatsächlich fertig gebracht. Als ich noch dachte, dass das Leben / Schicksal mich nicht leiden kann.
Aber es ist so befreiend, sich davon loszumachen.

Wie war euer Jahresbeginn? Auch nicht so gut? Dann habe ich eine Aufgabe an euch: Schreibt, was bisher dieses Jahr passiert ist auf ein Blatt Papier. Und dann werft ihr es in den Müll. Oder zündet es an. Nur bitte nicht der Umwelt zuliebe einfach auf die Straße schmeißen. Aber der Grundgedanke sollte klar sein: weg damit.
Euch stehen immer noch alle Türen offen. Und nicht weil es ein neues Jahr ist, sondern euer Leben. Auf das ihr Einfluss habt.

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